
Krieg im Nahen Osten – schwere Folgen für Kinder
Das Wichtigste in Kürze:
- Trotz der vereinbarten Waffenruhe hält die Gewalt im Nahen Osten an. Kinder sterben bei Angriffen oder werden verletzt.
- Millionen Kinder in Ländern wie im Iran, Libanon, in Israel und im Gazastreifen leben in Angst und haben schreckliche Dinge erlebt. Hunderttausende Menschen in der Region sind vertrieben.
- Die UNICEF-Teams sind für die Kinder im Einsatz. Mit einer Spende unterstützen Sie unsere Arbeit.
Aktuelle Situation: Konflikt im Nahen Osten
Die militärische Eskalation im Nahen Osten hat großes Leid für Millionen Kinder verursacht. Mehr als 4.000 Kinder wurden Berichten zufolge seit Ende Februar im Iran, Libanon, Israel und den Golfstaaten getötet oder verletzt (Stand: 11. Juni 2026). Schulen und Krankenhäuser sind zerstört. Hunderttausende Kinder wurden vertrieben, viele haben Angehörige verloren und Gewalt erlebt, die kein Kind erleben sollte. Für Millionen Kinder ist der Unterricht weggebrochen – und damit die tägliche Routine, die Kindern Halt gibt.
Seit Mitte April gilt eine Waffenruhe. Doch die Lage ist fragil: Im Libanon ist es trotz der Waffenruhe kontinuierlich zu Angriffen gekommen. Seit Anfang Juni ist die Gewalt in der gesamten Region erneut eskaliert.
Wir von UNICEF sind und bleiben an der Seite der Kinder in der Region. Sie brauchen dringend lebenswichtige Hilfsgüter wie Trinkwasser und Medikamente sowie Schutz vor den Folgen des Kriegs. Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere Arbeit in den Ländern des Nahen Ostens. Wir setzen Ihre Spende dort ein, wo die Kinder sie am dringendsten brauchen.

Die 14-jährige Kawthar aus dem Libanon hat bei einem Angriff schwere Verletzungen erlitten. Ihre Tante und eine Schwester kamen ums Leben. Die Familie hat ihr Zuhause verloren und lebt gerade in einer Notunterkunft.
© UNICEF/UNI982132/ChoufanyNothilfe für Kinder im Nahen Osten – so hilft Ihre Spende
So hilft UNICEF den Kindern im Nahen Osten
UNICEF ist in Ländern des Nahen Ostens im Einsatz und arbeitet mit seinen Partnern zusammen, um Kindern in Not zu helfen. Wir sind in der Lage, flexibel auf das Kriegsgeschehen zu reagieren und unsere Hilfe jederzeit auszuweiten. Sollte die Gewalt anhalten, ist zu befürchten, dass sich die humanitäre Lage weiter verschärft. Unsere Teams bringen die Hilfe dorthin, wo sie am dringendsten benötigt wird. Hier einige Beispiele, wie UNICEF hilft:
Im Libanon stellen unsere mobilen Gesundheitsteams medizinische Versorgung für geflüchtete Familien bereit. Nothilfe-Teams unterstützen Menschen in Notunterkünften und sorgen für psychosoziale Unterstützung und Lernangebote – auch über Online-Unterricht. Kinderschutzexpert*innen unterstützen unbegleitete oder von ihren Familien getrennte Kinder. Zudem unterstützt UNICEF die Wasserversorgung – sowohl durch Reparaturen als auch durch Wasserlieferungen per Lkw.
Im Iran liefern wir medizinische Hilfsgüter – darunter mobile Kliniken für die Versorgung von Kindern und ihren Familien, Medikamente und Impfdosen. Wir unterstützen Kinder mit psychosozialen Hilfsangeboten – besonders in den Regionen, die am stärksten von der Gewalt betroffen sind. Ein weiterer Schwerpunkt der Nothilfe ist die Versorgung mit Trinkwasser und Hygieneprodukten: UNICEF hat seit März 20.000 Packungen mit Wasseraufbereitungstabletten, 10 Wassertankwagen und mehrere Tausend Hygienesets geliefert.
Die UNICEF-Teams im Gazastreifen sind weiterhin unermüdlich im Einsatz für die Kinder und ihre Familien. Sie untersuchen und behandeln mangelernährte Kinder, versorgen Familien mit Trinkwasser, unterstützen Gesundheitsstationen und leisten psychosoziale Hilfe. Auch setzen wir uns für die Ausweitung von Lernzentren und Lernangeboten für Kinder ein.

Kinder im Nahen Osten müssen dringend geschützt werden vor der eskalierenden Gewalt – so wie hier diese beiden Geschwister im Libanon in einer Notunterkunft.
© UNICEF/UNI954642/Choufany
Hintergrundinfos: Häufige Fragen und Antworten zur Lage im Nahen Osten
Die humanitäre Lage für Kinder im Nahen Osten ist dramatisch. Infolge des Kriegs wurden Wohnhäuser, Schulen und Krankenhäuser zerstört. Im Iran und im Libanon können viele Kinder medizinisch nicht mehr angemessen versorgt werden. Hunderttausende Kinder mussten fliehen und leben in überfüllten Notunterkünften – dort mangelt es an Wasser, Lebensmitteln und sanitären Anlagen. Im Gazastreifen sind noch immer zahlreiche Kinder mangelernährt, weil es nicht genügend Lebensmittel gibt oder die Familien sich diese nicht leisten können. Mangelernährung und schlechte hygienische Bedingungen erhöhen zudem das Risiko für die Verbreitung von Krankheiten.
UNICEF hat an alle Konfliktparteien appelliert, größtmögliche Zurückhaltung zu üben und ihren Verpflichtungen nach dem humanitären Völkerrecht und den Menschenrechten nachzukommen. Dazu gehört insbesondere der Schutz der Zivilbevölkerung und der lebensnotwendigen Dienstleistungen, auf die Kinder zum Überleben angewiesen sind. Angriffe auf Zivilpersonen und zivile Objekte, einschließlich Schulen, stellen einen Verstoß gegen das Völkerrecht dar.
UNICEF prüft und bewertet gemeinsam mit anderen UN-Organisationen und humanitären Partnern aktiv die Lage. Wir sind in der Lage, flexibel auf das Kriegsgeschehen zu reagieren und unsere Hilfe jederzeit auszuweiten.
Die Gewalt bringt Millionen Kinder in der Nahost-Region in große Gefahr. Allein im Libanon sind Zehntausende Menschen auf der Flucht. Im Iran wurden laut Berichten Schulkinder verletzt oder getötet. Und im Gazastreifen ringen Hunderttausende Kinder weiter um Sicherheit und einen normalen Alltag.
Die Kinder in den von der Gewalt betroffenen Gebieten im Nahen Osten brauchen dringend Hilfsgüter wie sauberes Wasser, Spezialnahrung gegen Mangelernährung, Medikamente und Erste-Hilfe-Sets.
UNICEF ist im Iran seit vielen Jahrzehnten mit unterschiedlichen Programmschwerpunkten tätig. Die UNICEF-Teams setzen sich für eine Grundversorgung der Kinder ein, insbesondere in den Bereichen Gesundheit, Ernährung, Wasser und Hygiene sowie Bildung. UNICEF bewertet gemeinsam mit seinen Partnern aktiv die Lage und steht bereit, die Hilfe für betroffene Kinder und ihre Familien auszuweiten, so wie sie benötigt und angefordert wird.
Im Libanon sind die UNICEF-Teams seit mehr als 70 Jahren im Einsatz für Kinder, unter anderem in den Bereichen Nothilfe, Bildung, Kinderschutz und psychosoziale Hilfe. Infolge der jüngsten Eskalation der Gewalt im März 2026 sind zehntausende Menschen auf der Flucht, darunter zahlreiche Kinder. Unsere Teams sind im Einsatz, um betroffene Familien zu unterstützen. Sie versorgen Geflüchtete zum Beispiel mit medizinischer Hilfe und Trinkwasser und leisten psychosoziale Hilfe. Kinderschutzteams identifizieren und unterstützen verletzte, unbegleitete und von ihren Familien getrennte Kinder.
Mehr zu unserem Einsatz im Libanon und Spendenmöglichkeiten finden Sie auf unserer Libanon-Seite.
Die humanitäre Lage der Kinder im Gazastreifen ist weiter katastrophal. Häuser, Schulen und Spielplätze liegen in Trümmern. Tausende Familien leben in notdürftigen Unterkünften. Es mangelt an Trinkwasser, medizinischer Versorgung und Lebensmitteln.
UNICEF leistet Nothilfe für Kinder und Familien in Gaza. Wir versorgen mangelernährte Kinder mit Spezialnahrung, unterstützen die Wasserversorgung und erreichen Kinder mit psychosozialer Hilfe. Besonders freuen wir uns, dass wir Anfang 2026 unsere Bildungskampagne "Back to Learning" starten konnten. Damit sorgen wir dafür, dass Kinder nach über zwei Jahren wieder zur Schule gehen und eine Perspektive für eine bessere Zukunft entwickeln können.
Mehr zu unserem aktuellen Einsatz in Gaza und Spendenmöglichkeiten finden Sie hier auf unserer Gaza-Seite.
Warum UNICEF?
Sie fragen sich, warum Sie für UNICEF spenden sollten? Ganz einfach:
Ihre Spende ermöglicht uns, Kinderleben zu verändern – mit Impfungen und Medikamenten gegen lebensbedrohliche Krankheiten, mit therapeutischer Nahrung, mit Zugang zu sauberem Trinkwasser, Bildung und weiteren Angeboten, die Kinder in ihrer Entwicklung unterstützen. Sie spenden, damit Kinder wie Noor und Ashadia in Bangladesch dringend benötigte Impfungen bekommen, sauberes Trinkwasser haben und regelmäßig zur Schule gehen können.
Seit 1946 setzen sich die Helfer*innen von UNICEF für Kinder in Not ein – mittlerweile in mehr als 190 Ländern auf der ganzen Welt. Unabhängig von Herkunft, Hautfarbe und Religion setzen wir uns für die Rechte von Kindern ein und unterstützen Kinder in Not. Durch die Zusammenarbeit mit lokalen Behörden und Organisationen erreichen wir die Kinder schnell und können nachhaltig helfen.
UNICEF gibt es seit 80 Jahren. Im Laufe unserer Arbeit als Hilfsorganisation haben wir große logistische Erfahrung und ein weltumspannendes Hilfsnetzwerk aufgebaut. Dazu zählen nicht nur unsere Warenlager mit Hilfsgütern in Kopenhagen und anderen Ländern, sondern auch weit über tausend Mitarbeitende weltweit, die sicherstellen, dass Kinder in Not innerhalb von 72 Stunden Hilfe bekommen – in jedem Winkel der Erde.
Wir halten unsere internen Kosten so gering wie möglich, von Verwaltung über Reisekosten bis hin zu Honoraren und Spendenwerbung. Auf diese Weise können knapp 80 Prozent Ihrer Spende direkt in den Projektländern eingesetzt werden. Den Einsatz von Spenden legen wir in unserem Transparenzportal detailliert offen.
In unserem jährlichen Geschäftsbericht dokumentieren wir genau, wie viele Spenden wir bei UNICEF Deutschland erhalten haben und wie diese eingesetzt worden sind, um notleidenden Kindern weltweit zu helfen. Neben den Ausgaben für unsere Hilfsprojekte können Sie dort auch unsere internen Kosten detailliert nachvollziehen. Unser verantwortungsvoller Umgang mit Spenden wird seit vielen Jahren durch das DZI-Spendensiegel bestätigt.
Gemeinsam helfen verbindet: Die deutsche UNICEF-Gemeinschaft besteht nicht nur aus mehr als 300.000 regelmäßigen Spenderinnen und Spendern, sondern auch aus Hunderttausenden Einzelspenderinnen und -spendern, ehrenamtlich Engagierten in lokalen UNICEF-Gruppen und Prominenten, die sich für UNICEF engagieren. Sie alle tragen dazu bei, Kinderleben zu verändern.

UNICEF: Seit Jahrzehnten sind wir für Kinder im Einsatz, weltweit in über 190 Ländern.
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