DIE APP, DIE LEBEN RETTET

von Tessa Page 0 Kommentare
Aufmacherbild_Die App, die Leben rettet

© UNICEF

Eine App hilft Hebammen in Entwicklungsländern, das Leben werdender Mütter und ihrer Kinder im Notfall zu retten. Bis Ende 2017 sollen 10.000 Geburtshelferinnen in Afrika und im Südwesten Asiens Zugriff darauf haben.

Jedes Jahr sterben mehr als 300.000 Frauen weltweit an schwangerschaftsbedingten Ursachen. Über fünf Millionen Babys überleben die Geburt oder die ersten Wochen nicht. Ein Großteil könnte gerettet werden, wenn Hebammen besser wüssten, was in kritischen Situationen zu tun ist. Wie die Geburtshelferin von Mitike Birhanu.

Für die zweifache Mutter aus einem Dorf im Westen Äthiopiens endete die Geburt ihrer Zwillinge beinahe in einer Tragödie. Mitike war bewusstlos, als ihr zweites Baby auf die Welt kam. Leblos. Die Hebamme reagierte blitzschnell, öffnete eine App auf ihrem Smartphone und erhielt die lebensrettenden Informationen. Heute sind Mutter und Kind wohlauf.

Hebammen erhalten lebensrettende Informationen

Die sogenannte "Safe Delivery App" (SDA) ist ein einfaches Tool, um Hebammen und Krankenschwestern wichtiges Wissen zu vermitteln. Mit dem Ziel, sie auf potenzielle Komplikationen während einer Schwangerschaft oder Geburt vorzubereiten. Gesundheitshelfer in Entwicklungsländern arbeiten oft in Umgebungen ohne Elektrizität und fließend Wasser, besitzen aber dennoch ein Smartphone.

Die kostenlose App, die heruntergeladen im Offline-Modus funktioniert, vermittelt Wissen schnell und präzise über…

  • … animierte Videos
  • … Aktionskarten
  • … ausführliche Medikamentenliste
  • … praktische Anleitungen

Die App ist deshalb so wichtig, weil Hebammen in Entwicklungsländern schlicht und ergreifend keine so fundierte Ausbildung erhalten wie Geburtshelferinnen in Industriestaaten.

Derzeit wird die "Safe Delivery App", die jeweils in der lokalen Sprache der Anwenderin verfügbar ist, in Äthiopien und Kenia verwendet. Weitere Länder wie Guinea, Sierra Leone, Myanmar, Laos und Indien sollen in den nächsten Monaten folgen.

In der dörflichen Region Gimbi sagt die Hebamme, die Mitikes Leben gerettet hat, dass sie bereits besser in ihrem Job geworden sei: "Ich bin sicher, dass ich dank der App die Blutungen einer Frau bei der Geburt stoppen könnte", sagt Yane Ababaw und ist überzeugt: "Ich kann ihr Leben retten!"

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